Hinterm Haus

Kopie meines Newsletters

Hallo,

heute hörst du die eine Melodie, die in meine Knochen eingeschrieben ist. Ich habe sie zur Schlussnummer des kommenden Albums gemacht. Sie trägt den Titel „Hinterm Haus“: mp3 / bandcamp / spotify

So hat es in meiner Kindheit Hinterm Haus ausgesehen. Ich möchte diesen Ort für euch in Kontext zu den anderen Liedern setzen: Hinter uns liegt der Wald, die Buachn, mit ihrer verfallenen Ruine, der Katzenburg. Links von mir höre ich die Schlosser, wie sie sich die Schwarzen Finger mit Kernseife waschen. Rechts der Blick auf das Ennstal und die B320, wo in der Früh der Nebel hängt, wie die Ursuppe. Neben mir auf der Bank sitzt die Katze, zu stolz um sich von dem seltenen Gast, der ich bin, streicheln zu lassen. Etwas weiter die drei Bäume, unter denen die toten Katzen begraben liegen.

Hinterm Haus ist es windgeschützt und ich höre da diese uralte Melodie. Bei meinen anderen Liedern habe ich das Gefühl, auch wirklich der Urheber zu sein. Bei Hinterm Haus ist es anders. Hier hebe ich nur die Töne auf, die wie Blätter vor mir zur Erde fallen.

Wir hören in einem Monat voneinander,
Paul


Liedtext

Hinterm Haus die Narzissen
Wir sitzen in da Sunn
Da Winter is vorbei
I ziag ma den dicken Pulli aus

Mir kimmt vor, i hea a Liad
Des i scho immer kenn
Wia aus oana ondan Zeit
Ois des Toi voi Wossa woa

I versteh die leise Stimm
Vasteh wovon sie singt
I schnapp an Geist und druck ‘n fest zu mir
Sie sogt, a jeder hot sei Zeit

Donn steht ma ’s Wossa in de Augn
Vor lauter Glück
I bin ehrlich gerührt
Dass i no am Leben bin
Dass i mein Buam aufhebn derf
So a Glück
Hinterm Haus
Bis zu die Stern
So a Glück